Wie soll "Ihr" bevorzugter KiTa-Platz sein?

Wenn Sie Zeit und Nerven sparen wollen: Die Heinzelin recherchiert den für Sie besten KiTa-Platz in Leipzig - so nah wie möglich an Ihren Wünschen und Bedürfnissen.
Unkompliziert, zügig, sorgfältig und ausdauernd. Sprechen Sie mich an!

Bereits bevor Sie mit der Suche beginnen, sollten Sie sich überlegen, welche Bedingungen die Einrichtung aus Ihrer Sicht erfüllen soll. Also: Was ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich? Was liegt Ihnen besonders am Herzen? Notieren Sie am besten, was Sie brauchen und erfragen Sie alles Wichtige bereits bei einem Vorgespräch mit der Einrichtung.

Die Entfernung der KiTa von Ihrem Wohnort

Wie weit darf die Einrichtung von Ihrem Zuhause entfernt sein? Sie wissen selbst am Besten, wieviel Zeit Sie für den Weg aufwenden können und wollen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Frage nicht zu unterschätzen ist. Schon ein Weg von „nur“ 20 Minuten kann nach einem halben Jahr als ziemliche Anstrengung empfunden werden.
Und zweifellos macht es einen Unterschied, ob Sie ein eigenes Fahrzeug nutzen, auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind oder den Weg mit Ihrem Kind zu Fuß zurücklegen.

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto in die KiTa bringen wollen

Im Grunde ist es natürlich bequemer, Ihr Kind mit dem Auto in die KiTa zu bringen – allerdings sollten Sie sich vorher darüber informieren, wie dort die Parkplatz-Situation ist.
Wenn Sie nämlich 10 Minuten extra einplanen müssen und selbst dann die Chance auf einen Parkplatz nur sehr klein bleibt, bedeutet das Auto keinen Vorteil mehr.

Die Öffnungszeiten der Einrichtung

Die meisten KiTas haben mindestens von 8 Uhr bis 16 bzw. 17 Uhr geöffnet. Brauchen Sie eine frühere oder spätere Betreuung? Es gibt auch Einrichtungen, die früher öffnen und/oder später schließen. In manchen KiTas kann man die Betreuungszeit sogar individuell verabreden, fragen Sie nach!

Die Ausstattung / Besondere Bedürfnisse

Hier ist zu überlegen, welche Bedürfnisse Ihres Kindes unbedingt erfüllt sein müssen, damit es sich jeden Tag in „seiner“ KiTa wohlfühlen kann und gern dorthin geht. Sie als Eltern wissen dabei am besten, was Ihr Kind braucht.

Die Verpflegung in der Kindertagesstätte

Wenn Sie sich eine besondere Verpflegung für Ihr Kind wünschen (zum Beispiel vegetarisches Essen), oder wenn eine besondere Ernährung sogar eine Bedingung ist, wie etwa bei einer Laktose-Intoleranz oder Lebensmittel-Allergie, dann fragen Sie unbedingt frühzeitig nach. Wenn Ihr Kind eine spezielle Diät halten oder aus religiösen Gründen Schweinefleisch vermeiden soll, gibt es viele Essen-Anbieter, die darauf Rücksicht nehmen (können) - aber eben nicht alle.

Besondere Bedürfnisse, zum Beispiel bei einer Behinderung

Hat Ihr Kind eine Behinderung, wäre also eine integrative Einrichtung die Beste? Diese sind für Kinder mit Beeinträchtigungen besonders ausgestattet, das heißt sie sind barrierefrei, haben einen rollstuhlgerechten Eingang und in der Regel arbeitet dort (mindestens ein) Heilerziehungspfleger. Eine integrative Einrichtung wird von Kindern mit und ohne Behinderung besucht. Dabei wechseln sich gemeinsame Unternehmungen und individuelle Betreuung ab.
Die Einzel-Angebote sind auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und zum Teil gibt es spezielle Musik-, Spiel- und manchmal sogar Reittherapien.

Religion / Konfession

Gehört Ihr Kind einer bestimmten Konfession an? Wenn ja: wie wichtig ist Ihnen, dass „Ihre“ KiTa Ihrer Konfession folgt? Vielleicht liegt es zum Beispiel Ihnen als christlichen Eltern sehr am Herzen, dass auch in der Kindereinrichtung vor den Mahlzeiten ein Gebet gesprochen wird?

Besondere Angebote, z.B. Früh-Förderung

Legen Sie Wert auf zusätzliche Angebote „von außen“, wie das Erlernen einer Fremdsprache oder Tanz-Unterricht? Es kann eine große Erleichterung bedeuten, wenn man sein Kind nicht nach der KiTa noch zum Tanzen bringen muss, sondern dies in der Kindertagesstätte stattfindet.

Wie sollen die Gruppen der Kinder zusammengestellt sein?

Wünschen Sie sich, dass es „Familien-Gruppen“ gibt? Das sind altersgemischte Gruppen, in die Kinder von 0-6 Jahren gemeinsam gehen. Oder möchten Sie unbedingt altersspezifische Gruppen von 0-3 bzw. 3-6 Jahren. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, es kommt sehr darauf an, wo es Ihrem Kind gut geht und es spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel, ob Ihr Kind Geschwister hat und wenn ja, in welchem Alter.
Sprechen Sie mit der Leitung und klären Sie alle diese wichtigen Fragen vorab.

Die Größe der Gruppe und der Betreuungs-Schlüssel in der KiTa

Überlegen Sie zunächst, wie groß (oder klein) Sie sich die Gruppe Ihres Kindes wünschen. Manch ein Racker fühlt sich erst mit einer Gruppengröße von 6 bis 8 Kindern wirklich wohl, etwas zurückhaltendere Kinder finden es dafür vielleicht eher in einer Gruppe mit 2 bis 4 Kindern so richtig behaglich.
Darüber hinaus spielt es auch eine Rolle, wie hoch oder niedrig der sogenannte Betreuungs-Schlüssel ist. Das heißt, für wie viele Kinder steht ein Erzieher regulär zur Verfügung? Gibt es Ergänzungs-Kräfte, zum Beispiel Kinderpfleger, Praktikanten, Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst oder „Springer“? (Springer sind Mitarbeiter, die immer dort eingesetzt werden, wo gerade der größte Bedarf besteht).
Wenn Ihnen wichtig ist, wieviele Gruppen bzw. Kinder es insgesamt in der Einrichtung gibt, beziehen Sie dies in Ihre Überlegungen mit ein. Wollen Sie lieber eine Einrichtung, in der es nur drei oder vier Gruppen gibt oder finden Sie, mehr Kinder bzw. Gruppen bedeuten auch mehr Vielfalt im KiTa-Alltag Ihres Kindes?

Das Konzept der Einrichtung oder des Trägers der KiTa

Es gibt verschiedene klassische oder individuelle Konzepte, mit denen Betreuungseinrichtungen arbeiten. Konzept steht hier für ein verbindliches Papier, das sowohl für die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung als auch für Praktikanten und etwaige Ergänzungs-Kräfte maßgebend ist.
Im Konzept werden pädagogische Schwerpunkte, wie zum Beispiel Ziele, Zusammenarbeit mit Eltern und anderen zugehörigen Erwachsenen, Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit schriftlich festgehalten.
Darüber hinaus hat jede Einrichtung noch verschiedenste pädagogische Ansätze, die den Tagesablauf mitbestimmen. Sehen Sie sich im Voraus das Konzept der Kita an, in der Regel finden Sie sie auf der Internet-Seite der KiTa oder bekommen sie auf Wunsch auch dort ausgehändigt. Erkundigen Sie sich darüber hinaus nach speziellen pädagogischen Ansätzen, die in gerade dieser Einrichtung umgesetzt werden. Üblicherweise sind diese jedoch im Konzept mit benannt.
Möchten Sie sich vorher schon ausführlich über existierende Konzepte und pädagogische Ansätze informieren, tun Sie das doch auf dieser empfehlenswerten Seite: Pädagogische Ansätze in KiTas

Noch ein Beispiel: es gibt den Ansatz der „offenen Arbeit“ – hier dürfen die Kinder innerhalb der Einrichtung selbst wählen, wo und womit sie sich beschäftigen wollen. Die KiTa stellt dazu Räume zur Verfügung, die ganz bestimmten Zwecken dienen. Da kann es dann ein Bau-Zimmer, einen Ruhe-Raum, einen Kreativ-Raum und Ähnliches geben, meist dürfen die Kinder auch aussuchen, ob sie drinnen oder draußen sein wollen (sofern die KiTa einen eigenen Garten hat).
Wenn dieses Konzept für Ihr Kind in Frage kommt, möchten Sie vielleicht genauer über die Situation in dieser KiTa Bescheid wissen: Gibt es feste Gruppen, das heißt wird Ihr Kind immer mit derselben Gruppe von Kindern morgens ein Begrüßungslied singen, die Mahlzeiten einnehmen, gemeinsam schlafen? Gibt es einen „Bezugs-Erzieher“, also ist immer derselbe Erzieher als Ansprechpartner für Ihr Kind da?

Die Eingewöhnungsphase in der neuen Umgebung

Diese läuft meist ähnlich ab, sie dauert im Durchschnitt zwischen einer und vier Wochen.
Zunächst verbringen die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind Zeit in der Gruppe, in die es gehen soll. Später verlassen die Eltern immer wieder für einige Minuten den Raum und diese "Abwesenheiten" werden dann nach und nach immer weiter ausgedehnt, und wenn Ihr Kind sich immer mehr selbst beschäftigt oder den anderen Kindern sowie dem Betreuer zuwendet, verlassen Sie für einige Zeit die Einrichtung.
Im besten Fall richten sich die Betreuer nach den Bedürfnissen und dem ganz eigenen Tempo Ihres Kindes – also danach, wie lange Ihr Kind braucht, um sich auch ohne Sie wohl und sicher zu fühlen.

... und noch ein Extra-Tipp

Gehen Sie doch mal nachmittags zu Ihrer „Wunsch-Einrichtung“ und sprechen Sie Eltern an, die Ihre Kinder dort abholen. Erkundigen Sie sich nach allem, was Ihnen wichtig ist - nach den Bedingungen und Gegebenheiten der Einrichtung und danach, wie zufrieden der/die Angesprochene dort mit der Betreuung Ihres Kindes ist. Vielleicht erfahren Sie bereits dabei etwas, das Ihre Entscheidung erleichtert oder sogar maßgeblich beeinflusst.
Wenn Sie den anderen Eltern ihre Situation kurz erklären, erfahren Sie sicher viele wichtige Dinge zur KiTa und sicher auch einige "Kleinigkeiten", an die man vielleicht gar nicht gleich denkt.
Vielleicht ernten Sie für Ihren Mut Anerkennung. Und vielleicht auch ein wenig den freundlichen Neid der anderen Eltern, dass Sie diesen guten Tipp hatten ;)